Kleine Füße - Große Schritte e. V.

Vorwort

Die Frage, die sich berufstätige und nichtberufstätige Mütter und Väter heute stellen sollten, lautet nicht “Schadet Krippenerziehung meinem Kind?“ sondern vielmehr: „Welche Betreuungsform ist für mein Kind und mich die Richtige, wenn ich in den Beruf zurückkehre – Tagesmutter, Oma oder Krippe“? Denn nur wenn sich der Erwachsene mit seiner Wahl der Betreuungsform wohlfühlt, fühlt sich auch das Kind wohl und kann den Tag genießen. Kinderkrippen sind ein qualitativ gutes Angebot für die Betreuung von Kleinstkindern unter drei Jahren. Jedes Kind erfährt in der Krippe individuelle Zuwendung und Förderung. Die Kinder erleben frühzeitig soziale Kontakte in der Gruppe und lernen voneinander. Dabei greift die Erzieherin die altersspezifische Entwicklung und die bis dahin gemachten Erfahrungen der Kinder auf und schafft teils vorausgeplant, teils situativ neue Anregungen zur Förderung der sprachlichen, motorischen, emotionalen und sozialen Entwicklung der Kinder. Die Kinderkrippe ist ein Ort, an dem Kinder Beziehungen außerhalb der Familie entwickeln können und an dem ein verlässliches Netz neben der Familie entsteht. Wir wünschen uns für die Kinder, dass sie mit Freude in die Kinderkrippe kommen und dort mit anderen Spaß haben. Für uns ist ein liebevoller, von Toleranz und Akzeptanz geprägter Umgang mit den Kleinen selbstverständlich. Natürlich sollen die Kinder lernen Regeln einzuhalten, die Wünsche der anderen Kinder respektieren usw., doch wir Großen achten darauf, dass jedes Kind dabei seinen, ihm eigenen individuellen Rhythmus selbst bestimmen darf. Im Mittelpunkt hierbei steht das Spiel, es ist für diese Altersstufe eine grundlegende Lebens – und Lernform. In der Zusammenarbeit mit den Eltern möchten wir erreichen, dass sich die Eltern in der Einrichtung ihres Kindes wohl fühlen, den Alltag mitgestalten können und dass sie sich mit "ihrer" Einrichtung identifizieren Deshalb ist bei uns Eigeninitiative und aktive Mitarbeit der Eltern gefragt.  Sie haben die Möglichkeit aktiv an der Gestaltung des Außengeländes und der Räumlichkeiten mitzuwirken.  Sie als Eltern haben ständigen Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und anderen Eltern.  Sie wählen ElternvertreterInnen, die z.B. in der Beiratssitzung und auf Elternversammlungen für Sie eintreten.  Sie können aktiv an der Umsetzung konzeptioneller Schwerpunkte mitarbeiten und diese mit anderen Eltern diskutieren. Durch festgelegte Arbeitsstunden wird gewährleistet, dass Haus und Hof erhalten und gepflegt werden, Spielinseln für die Kinder entstehen oder Geräte gebaut und gewartet werden. Dies wird z.B. durch gemeinsame Gartenaktionstage umgesetzt. Aber auch die Mithilfe bei Festen und Basaren etc. sind Aktionen, die das Gemeinschaftsgefühl der Elternschaft fördert. Und die Kleinen erzählen voller Stolz:“ Das hat mein Papa, meine Mama gebaut!“